Sydney - ein Muss, wenn man durch Australien reist

Sonntag, 24.04.2011

Erstmal muss ich mich entschuldigen, dass ich schon so lange nicht mehr geschrieben habe. Jedoch bin ich mittlerweile schon seit längerem wieder in Deutschland. Ich habe meine letzten Wochen down under in allen Zügen genossen und musste mich danach erstmal wieder zu Hause einleben. Dies war schwieriger als ich dachte. Aber dazu komme ich später...

Ich saß im Greyhound und war glücklich, dass ich zwei Sitze nur für mich hatte. So konnte ich zumindest noch ein bisschen schlafen. Gegen 6 Uhr morgens kamen wir in Port Macquaire, wo die Mädels zustiegen. Sie begrüßten mich freudig und gratulierten mir auch direkt zum Geburtstag. Fünf Minuten später waren wir aber alle wieder eingenickt.

"Oh mein Gott! Wir fahren gerade über die Habour Bridge und dort drüben ist das Opernhaus.", mit diesem Aufschrei weckte mich Birte. Ich war direkt hellwach und musste über das ganze Gesicht strahlen als ich das Wahrzeichen von Sydney bzw. Australien endlich live betrachten konnten. Wir waren alle auf einmal ganz aufgeregt und freuten uns, dass wir diese riesen Stadt endlich kennen lernen durften. Jedoch mussten wir zuerst einmal unser Hostel finden. Dies war wesentlich komplizierter als wir dachten. Wir gönnten uns den Luxus und nahmen die Straßenbahn bis in das Stadtviertel Kings Cross, in dem wir für die nächsten 10Tage ein Hostel gebucht hatten. Als wir in Kings Cross ankamen, suchten wir unsere Map raus und stellten fest, dass unser Hostel gar nicht so weit weg sein kann. Peinlicherweise liefen wir aber ca. 30Minuten lang in die falsche Richtung. Völlig erschöpft legten wir uns auf eine Wiese und guckten nochmal genau auf die Karte, wo unser Hostel denn sein könnte. Ein bisschen enttäuscht und total übermüdet, stellten wir fest, dass wir noch eine halbe Ewigkeit bis zu unseren neuen zu Hause laufen mussten. Die Backpacks waren mittlerweile so schwer, dass wir erstmal eine Pause auf der Wiese machten und die ganzen Reste aßen, die wir noch so dabei hatten.

Ein weitere Stunde später hatten wir einen gefühlten Marathon hinter uns, aber standen auch ENDLICH vor der totalen Bruchbude. Unser Hostel in Sydney war das schlimmste, in dem ich in Australien gelebt habe. Die Zimmer waren so klein, dass wir nicht einmal alle in diesem stehen konnten. Außerdem konnten wir auch unsere Koffer/Rucksäcke dort unterbringen. Die Fenster waren mit alten Geschenkpapier zu geklebt, damit die Sonne nicht so blendete. Von der Decke tropfte es ab und zu mal, wenn die Dachterasse gesäubert wurde. Ich saß also auf meinem Bett und wusste überhaupt nicht mehr, wie es mir zumute war. Mir liefen die Tränen über mein Gesicht. Die Mädels kamen direkt zu mir geklettert (anders hätten sie mein Bett nicht erreicht) und fragten, was denn los sei. Ich war einfach nur total enttäuscht, dass wir gerade an meinem Geburtstag uns um eine Stunde verlaufen mussten, dann eine total Bruchhütte vorfinden und deswegen die Laune am Boden war. Als ich all diese Sachen aufzählte, mussten wir alle total über unsere eigene Situation lachen und gingen zusammen zum Supermarkt mit dem Versprechen, dass wir uns gerade heute von nichts mehr die Laune verderben lassen.

Am Abend stylten wir uns alle auf und machten uns ein, für unsere Verhältnisse, luxuriöses Dinner. Dies hieß, dass wir frische Brot, Schinken, Honigmelone, Thunfisch, Bree und Orangensaft hatten. Auf der Dachterasse machten wir es uns gemütlich und diskutierten schon mal, wo wir denn später ausgehen würden. Es wurde langsam dunkel und somit hatten wir einen tollen Blick von Skyline von Sydney. Die Stimmung war einfach nur super. Später am Abend überraschten mich die Mädels mit einem Kuchen mit 20 Kerzen und einer Wunderkerze in der Mitte. Außerdem sangen sie auch für mich. Dadurch wurden die anderen Hostelbewohner aufmerksam und gesellten sich zu uns. Natürlich wurde dann noch mehrere Male mit Gitarrenbegleitung für mich gesungen. Irgendwann waren wir dann so eine lustige Runde, dass wir gar nicht mehr ausgehen wollten. Also entschieden wir uns den Abend auf der Dachterasse zu bleiben. Bis spät in die Nacht tranken wir also Sekt und Goon mit unseren neuen canadischen, englischen und schwedischen Freunden. Diesen Geburtstag werde ich wohl so schnell nicht mehr vergessen!!

Am nächsten Tag holte Pia schon früh am morgen Lina vom Flughafen ab. Lina ist die beste Freundin von Pia aus Deutschland und kam sie für vier Wochen besuchen. Lina war direkt begeistert, wie schön warm es doch in Australien wäre. Allerdings waren wir anderen Mädels ziemlich am frieren, da wir nur so um die 23Grad hatten. Uns wurde da erst bewusst, wie sehr wir uns schon an das australische Leben und das Klima gewöhnt hatten. Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den Weg um den ersten Eindruck von Sydney zu gewinnen. Ich war direkt begeistert von der Stadt. Wir mussten zuerst durch den Hydepark laufen, um in das Zentrum zu gelangen. Im Hydepark herrscht einfach immer leben. Auf der einen Wiese spielen ein paar Teenager Soccer, in der anderen Ecke gibt es eine Yogatruppe, auf einer kleineren Wiese sieht man, wie ein paar Schüler irgendeine Kampfsportart üben und so weiter. Wir kamen aus dem beobachten der anderen Leute gar nicht mehr heraus. In der Mitte des Hydeparks gibt es einen tollen Springbrunnen, der gerade Abends super schön beleuchtet ist. Dort verbrachten wir in unserer Zeit in Sydney ein paar Abende.  Das Zentrum von Sydney ist total hecktisch. Die Leute rennen quasi von dem einem Geschäft zu dem anderen. Diese Stadt ist eigentlich ziemlich untypisch für Australien, weil einen die Atmosphäre ziemlich stressen kann. Aber anscheinend auch nur, wenn man schon an das australische gechillte Leben gewöhnt ist. Lina empfand diese Stadt z.B. als gar nicht stressig. Wir besuchten noch Darling Harbour. Dies ist ein riesen Shoppingcenter, dass direkt am Wasser liegt. Außerdem gibt es dort super viele schöne Bars (alle zu teuer für uns Backpacker), ein riesiges Kino (auch zu teuer) und ein großes Unterwasserwelt. Diese empfand ich auch als zu teuer, weil ich sie ja schon live am Great Barrier Reef gesehen hatte.

Am nächsten Tag machten wir uns schon sehr früh auf den Weg in die Stadt, weil wir an einer Stadttour teilnehmen wollten. In Sydney gibt es Studenten, die dich zu Fuß durch die Stadt führen und dir alles mögliche dazu erzählen. An sich ist diese Tour umsonst, aber sie verlangen doch am Ende eine Art Trinkgeld. Wir liefen also drei Stunden durch Sydney und erfuhren super interessante Sachen. Unser Stadtführer war wirklich gut drauf. Deswegen machte es super viel Spaß. Lina hatte nur das Problem, dass sie so gut wie gar nichts verstand. Auch jetzt viel uns erst auf, für wie selbstverständlich die englische Sprache für uns geworden ist. Also begann Pia ihrer besten Freundin alles zu übersetzen. Ich war froh, dass das nicht mein Job war, weil mir zu dem Zeitpunkt die englsiche Sprache leichter als die deutsche fiel.

Zurück im Hostel angekommen, begrüßte Birte zwei Freunde aus Mission Beach. Birte arbeitete in Mission Beach für mehrere Wochen und hatte da zwei Zivis aus Deutschland getroffen, die jetzt auch in unsere Bruchbude eingezogen waren. Die beiden hatten ihre Gitarren dabei und besaßen jeder auch zwei super Stimme. Somit war es eine wirkliche Freude den beiden jeden Abend mehrere Stunden zu zuhören und sich dabei noch zu unterhalten.

Eines morgens in Sydney wurde ich mal wieder mit einem Aufschrei von Birte geweckt. Nur diesmal war es kein freudiger Aufschrei. Durch die Decke kam diesmal nicht nur ein paar Tropfen Wasser, sondern ein paar Liter. Und diese schossen direkt in Birtes Bett. Wir mussten uns vor Lachen den Bauch halten. Birte raste stinksauer zur Rezeption und brachte den Hausmeister Hassan mit. Dieser hatte mal wieder die Dachterasse gereinigt und vergessen, dass unsere Decke ja undicht ist. Birte hätte in ihrem Bett schwimmen gehen können. Wir beschwerten uns bei dem Hostelmanager. Der gab uns dann zwei Nächte umsonst und Birte eine neue Matratze. Nach diesem Schock machten wir uns fertig für den Bondibeach. Es war der erste richtige sonnige Tag in Sydney. Also nutzten wir diesen direkt und sprangen in den Bus nach Bondi. Wir dachten, dass wir diesen Beach ja mal sehen müssen, weil er so berühmt ist. Aber nein, man muss ihn wirklich nicht gesehen haben. Er sieht genauso aus wie jeder Strand auf Mallorca. Lina freute sich, dass er so leer war. Für uns australischen Deutschen kam uns dieser jedoch schon leicht überfüllt vor, da wir menschenleere Strände mittlerweile gewöhnt waren. Trotzdem machten wir uns einen schönen Strandtag und ließen die Sonne auf unsere Bäuche scheinen. Später spazierten wir noch an der wirklich schönen Promenade entlang und aßen einen Abendsnack. Dort fiel uns auf, dass Lina rot wie eine Tomate war. Sie hatte sich zwar eingecremt, war jedoch noch nicht an die starke Sonne gewöhnt. Sie tat mir wirklich Leid, weil es ihr dadurch sehr schlecht ging und sie sich nicht einmal ohne Schmerzen in ihrem Bett drehen konnte.

An meinem letzten richtigen Tag in Sydney fuhren wir mit den Jungs aus Mission Beach zu den Blue Mountains. Das Wetter in Sydney war wirklich gut. Jedoch mussten wir noch zwei Stunden mit dem Zug fahren und dort war das Wetter einfach nur beschissen!!! Es war am regnen ohne Ende. Jedoch waren wir jetzt schon einmal da, also wollten wir auch die Blue Mountains sehen. Dies war nur leider unmöglich. Nachdem wir eine dreiviertel Stunde gelaufen waren, mussten wir feststellen, dass man bis auf eine dicke weiße Nebelwand gar nichts sehen konnte. Es sah so aus, als würde dort die Welt zu Ende gehen. Man hat nichts gesehen außer weißen Nebel. Wir liefen trotzdem noch durch den sehr steinigen Wanderweg entlang, mit der Hoffnung, dass der Nebel weiterziehen wird. Ungefähr zwei Stunden später hatten wir wirklich das Glück, dass sich alles ein bisschen aufklärte und wir die wunderschöne Landschaft und den großen Wasserfall bewundern konnten. Völlig durchnässt und sehr erschöpft fuhren wir dann zurück nach Sydney. Wir waren noch nie so froh zurück in unserer Bruchbude zu sein.

Am nächsten Abend hieß es für mich Abschied nehmen. Birte, Pia, Re und Lina brachten mich zur Greyhoundbusstation. Der Abschied fiel uns nicht sonderlich schwer, weil wir wussten, dass wir uns in ein paar Tagen nochmal für einen Tag wiedersehen würden. Die Mädels hatten sich einen Van gemietet und wollten so die Great Ocean Road Tour machen. Ich allerdings war froh wieder alleine reisen zu dürfen und somit wieder neue Leute kennen zu lernen. Außerdem sollte ich Nick und Mike wieder treffen, die ich schon in Brisbane kennen gelernt hatte und die auch in Byron Bay meinen Geburtstag mit gefeiert hatten. Also stieg ich in den Bus und freute mich auf die Stadt, die laut meinem großen Bruder, die beste Stadt Australiens ist: Melbourne!

 

Byron Bay - ein Paradies

Montag, 21.02.2011

Um halb 7 am morgen klingelte dann mein Wecker in Brisbane. Ich quaelte mich aus dem Bett, fruehstueckte schnell, checkte aus und hetzte zur Greyhound-Bushaltestelle. Der Bus kam Gott sei Dank auch puenktlich, sodass ich meinen Schlaf eine Stunde nach dem aufstehen fortsetzen konnte.

Gute zwei Stunden spaeter wachte ich auf und wurde daran erinnert, wie schoen Byron Bay ist. Byron Bay ist ein wunderschoenes kleines Oertchen. Alle Haeuser haben etwas von dem FlowerPowerStyle und die Straende von Byron sind einer der schoensten Straende in ganz Australien. Eine Schwedin von meinem neuen Hostel holte mich ab und brachte mich zum Cape Byron Lodge (Name meines Hostels). Dieses war sehr gemuetlich eingerichtet. Ueberall im Garten hingen Haengematten herum und ausserdem gab es einen riesigen und gepflegten Pool. Ich fuehlte mich direkt wohl. Jedoch war ich auch sehr in Eile. An der Reception angekommen, checkte ich schnell ein und erkundete mich nach meinem fuenftaegigen Surfkurs. Sie versicherte mir, dass alles in Odrnung sei. Aber der Surfkurs neuerdings eine Stunde eher beginnen wuerde. Deswegen musste ich innerhalb von einer halben Stunde in mein neues Zimmer einziehen, mich umziehen, eincremen, schnell was essen und dann draussen stehen und auf meinen neuen Surflehrer warten. Ich haette mir es eigentlich auch denken koennen, weil ich die Australier mittlerweile sehr gut kannte. Mein Surflehrer kam natuerlich ueber eine halbe Stunde zu spaet. Also sass ich voellig abgehetzt in der sehr heissen Sonne am Strassenrand und wartete. Auf der anderen Seite war das gar nicht so schlecht, weil ich in dieser Zeit noch einmal ein bisschen relaxen konnte.

Mein Surflehrer kam mit einem bunt angespruehten Bus und einem Anhaenger voller Surfboards. Bestgelaunt begruesste er mich und oeffnete die Tuer, damit ich einsteigen konnte. Im Bus warteten sieben andere Surfanfaenger auf mich, die zu gechillter Surfmusik entspannten. Die Atmosphaere war direkt perfekt. Auf dem Weg zu einer der schoensten Straende, die ich je in meinem Leben gesehen habe, spielten wir ein Kennenlernspiel. Jeder musste sagen, wie er heisst, wo er her kommt und seine beste PickupLine. Unsere Surflehrer waren super lustig und erinnerten mich sehr an Animateure. Ich habe sie in all den Tagen nicht einmal mit schlechter Laune oder einem nicht strahlenden Gesichtsausdruck erlebt. Am Strand angekommen, mussten wir die Surfboards auf dem Kopf ans Wasser transportieren. Die Dinger sind wesentlich schwerer als ich dachte. Nach einigen Aufwaerm und - Dehnuebungen, lernten wir noch am Strand auf dem Board aufzustehen. Da kam mir das alles eigentlich noch ganz einfach vor. Danach ging es endlich ins Wasser. Schnell stellte sich heraus, dass das aufstehen doch nicht so einfach ist. Jedoch war es noch schwieriger das Board tief ins Wasser herein zu ziehen. Es wurde von den Wellen immer wieder in Richtung Strand gezogen. Nach meinem vierten Versuch schaffte ich es dann tatsaechlich aufzustehen und meine erste Welle zu surfen. Ich hatte richtige Gluecksgefuehle im Bauch. Tatsaechlich gelang es mir noch mehrere Male eine Welle zu reiten. 

Zurueck im Hostel traf ich Birte, Re und Pia wieder. Die sich, zu meiner Ueberraschung, in das selbe Hostel fuer zwei Naechte eingebucht hatten. Also wurde der Abend genutzt, um alle Geschichten seid Silvester auszutauschen. Am naechsten morgen wachte ich auf und stellte meinen Muskelkater fest. Mein Koerper hatte schon lange nicht mehr so weh getan. Ich quaelte mich in die Kueche und machte mir Fruehstueck. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich mir nicht vorstellen, in ein paar Stunden wieder auf dem Surfbrett zu stellen. Zur Mittagszeit stand ich wieder puenktlich an der Strasse und musste diesmal sogar nicht lange auf den Bus warteten. Die anderen Surfanfaenger berichteten mir auch von ihrem Muskelkater. Dieser verschwand auch waerend meiner ganzen Surfzeit nicht mehr. 

In den fuenf Tagen surfen gab es viele Gluecksmomente, aber auch frustriende Momente, wenn man wieder einmal vom Brett auf dem Sandboden geknallt ist. Meine Beine und mein Bauch waren von blauen Flecken und Schuerfwunden ueberdeckt. Ich wurde von Tag zu Tag besser und konnte im Endeffekt sogar kleine Kurven fahren. Es war einfach ein Traum jeden Tag an einem so schoenen Strand fuer mehrere Stunden in einem kristallklaren Wasser zu surfen. Manchmal sassen wir in unseren Pausen auf den Surfboards und schauten uns einfach nur lautlos um. Wir es kaum fassen, dass das zur Zeit unser Leben ist. 

Der Surfkurs ging super schnell um. Besonders weil ich immer todmuede nach Hause kam und recht frueh ins Bett gegangen bin. Trotzdem hatte ich super viel Kontakt mit drei meiner Zimmerbewohnerinnen. An meinem letzten Abend in Byron gingen wir zusammen zum Strand mit einem Tetrapack Wein (wir sind immer noch Backpacker) und trafen dort auch noch ein paar Freunde von mir aus Brisbane. Wir unterhielten uns viel und hoerten den paar Jungs zu, die hinter uns Gitarre spielten. Um viertel vor 12 machten wir uns auf den Weg zur Greyhoundbushaltestelle, weil um 00:10am mein Bus nach Sydney abfuhr. Um 12 Uhr war es dann so weit. Mein 20. Geburtstag war da. Alle fingen lautstark an zu singen. Jedoch war der Bus schon da und wartete auf seine Abfahrt. Aber der Busfahrer und alle andere Passagiere hatten mitbekommen, dass mein Geburtstag ist. Also wurde noch bis 00:10 gewartet, damit alle mir gratulieren konnten und es wurde dann auch um die fuenfmal nochmal gesungen. Mit einem komischen Gefuehl im Bauch stieg ich dann in den Bus nach Sydney und freute mich schon darauf am naechsten Tag meinen Geburtstag mit Birte, Re und Pia dort richtig zu feiern.      

I'm having the best time of my life!

Sonntag, 20.02.2011

Zurueck in Brisbane und somit auch im Base-Hostel angekommen, war ich einfach nur gluecklich wieder in einer mir bekannten Umgebung zu sein. Mit Vorfreude auf meine neuen sieben Mitbewohner oeffnete ich meine neue Zimmertuere. Das Zimmer war zwar ein pures Chaos, jedoch war der Raum auch mit guter Laune gefuellt. Also genau das, was ich nach meinem schrecklichen Wochenende brauchte. Ich wurde direkt von Beth (super liebe Englaenderin) begruesst und mit in die Plauderunde, die sich auf dem Boden versammelt hatte, integriert. Beth stellte mir in den naechsten Tagen auch die anderen Leute, mit denen sie im Hostel befreundet war, vor. So kam es, dass ich schon an meinem zweiten Abend in einer riesigen Runde auf der Dachterasse sass und meine Zeit in Australien wieder in vollen Zuegen geniessen konnte.

Am naechsten morgen weckte Owen unser Maedelszimmer ganz aufgeregt auf. Er meinte, dass wir mal bitte schnell in den TV-Room kommen sollten, weil ganz Toowoomba ueberschwemmt sei und auch Brisbane in den naechsten Tagen betroffen sein soll. Also machten wir uns in unseren PJ's auf den weg und guckten uns mit etwas 50 Leuten die Narichten an. Besonders ich war sehr geschockt ueber Toowoomba, da ich ja noch vor kurzem selber da gewohnt hatte. Die Leute vom Hostel machten eine Durchsage, dass es wahrscheinlich in den naechsten kommenden zwei Tagen kein Strom mehr in Brisbane geben wird und alle Geschaefte zu sein werden. Wir gingen alles sofort einkaufen und besorgten uns viel Wasser und Trockenfutter, da wir davon ausgingen, dass wir in den naechsten Tagen nicht mehr kochen koennen. Natuerlich rief ich auch zu Hause an und erklaerte meiner Familie, dass ich mich sher wahrscheinlich in den naechsten Tagen gar nicht mehr melden werde, weil alle Telefonleitungen zusammen brechen werden. In Brisbane herschte der Ausnahmezustand. Wir Backpacker holten uns noch saemtliche DVD's und ein bisschen Alkohol, damit uns in den naechsten Tagen auch nicht langweilig wurde.

Im nachhinein haben die Fluten Brisbane schon sehr hart getroffen. Jedoch wohnten wir im Stadtzentrum auf einem Huegel und hatten deshalb relativ viel Glueck. Wir konnten zwar nicht wirklich fuer zwei Tage das Hostel verlassen und die Telefonleitungen funktionierten auch nicht mehr, aber zumindest blieb uns der Strom erhalten. Wir guckten also saemtliche Filme und relaxten auf der Dachterasse und veranstalteten unsere eigenen Parties. Es war eigentlich eine super witzige Zeit. Nach diesen zwei Tagen, eroeffneten auch langsam wieder die Geschaefte und vor allem die Supermaerkte. Jedoch konnte man gerade in diesen die Nachfolgen der Fluten erkennen. Die Gemuese, Obst und Milchregale waren komplett leer und blieben es auch erstmal fuer die naechste Woche. Als es endlich wieder Obst zu kaufen gab, freuten wir uns alle total, endlich wieder etwas frisches essen zu koennen. Andere schlimmere Nachfolgen der Fluten bekamen wir natuerlich durch die Narichten mit. Aber auch dadurch, dass viel Personal im Hostel fehlten, weil sie ihre Haeuser wieder aufbauen mussten und sie um Familienangehoerige oder Freunde trauerten, die die Fluten nicht ueberlebt hatten.

Auf Grund der Fluten verliessen viele Backpacker Brisbane und unsere Gruppe wachste durch diese Zeit noch mehr zusammen. Wir waren zu dem Zeitpunkt um die 15 Leute, die fuer einen laengeren Zeitraum blieben und jeden Tag etwas zusammen unternahmen. Einmal in der Woche gab es immer Familydinner. Jeder bezahlte 5$ und Beth kochte etwas super leckeres fuer uns alle. Beth ist die erste Englaenderin, die ich kenne, die kochen kann. Da das Hostel jetzt nicht mehr so voll war, suchten sie dringend Personal fuer Housekeeping. Zwei Freundinnen (Selena und Hayley) und ich meldeten uns fuer den Job und konnten somit uns zwei Wochen lang die Miete verdienen und bekamen Getraenke in der Bar nebenan umsonst. Wir mussten fuenf Mal die Woche fuer drei Stunden durch die Zimmer gehen, die Betten neu beziehen, die Muelleimer ausleeren und mit einem Raumspray herum spruehen. Unsere Schicht began immer um 10Uhr in der frueh. Auch diese Aufgabe machten wir uns zu einem riesen Spass. Eigentlich sollten wir leise an die Zimmer anklopfen, "Housekeeping" rufen und dann leise die Zimmer machen. Wir klopften lautstark an die Tueren und oeffenten diese mit einem freundlich und nicht ueberhoerbaren "Housekeeping", machten das Licht an und rissen die Gardinen auf. Die meisten Hostelbewohner kannten uns nach einiger Zeit sehr gut und fanden unsere Aktionen eher amuesant als nervig. Wir waren einfach der Ansicht, dass wenn wir arbeiten muessen, dass die anderen auch langsam mal wach werden koennten. Ich habe selten so viel gelacht, wie in dieser Zeit. Eines morgens hat sich dann aber leider ein Maennerzimmer an uns geraecht und uns mit Klamotten unter die kalte Dusche gestellt. Doch dies motivierte uns nur, am naechsten morgen noch lauter zu sein :)  

Im Base-Hostel hatte fast jeder ein Job. Ganz viele Jungs waren Moebelpacker, viele Maedels waren Barkeeperinnen oder kellnerten, aber es gab dann auch noch zwei Stripperinnen. Eine davon wohnte auch in meinem Zimmer. Ihre hohen Lackstiefel und kurzen Miniroecke waren immer auf dem Boden verteilt. Sie ist Hollaenderin und macht diesen Job nur wegen dem guten Geld (ca 700AUD/Abend). Ihre Familie denkt, dass sie als Barkeeperin in einem Stripclub arbeitet. Sie hat mir erzaehlt, dass sie sich komplett auf der Buehne auszieht und auch private Taenze machen muss. Die Gaeste duerfen sie ueberall anfassen, ausser im Intimbereich. Ich war und bin bis heute geschockt, was ein normales Maedchen in meinem Alter fuer gutes Geld macht.  

Nach vielen BBQ-Abenden auf der Dachterasse (wie z.B. auch am AustraliaDay), saemtlichen Partyabende in unserer Lieblingsdisco (DownUnderBar) und unzaehligen relaxten Stunden in der schoenen Zibar, kam es dann doch sehr schnell zu meinem letzten Abend in Brisbane. Es war genau eine Woche bevor meinem 20. Geburtstag. Wir trafen uns alle in der Zibar und bestellten uns Pizza. Irgendwann kam Beth mit einem Kuchen und eine Karte herein und ueberreichte mir beides. Dies war von allen schon ein fruehes Geburtstagsgeschenk. In der Karte haben sie mit einem kleinen Texten unterschrieben. Ich hatte mich total darueber gefreut, war aber dann noch trauriger, dass meine Reise weiter gehen musste. Danach gingen wir noch in der DownUnderBar feiern. Gegen 3 Uhr in der frueh verabschiedete ich mich von allen und fiel todmuede ins Bett. Allerdings nur fuer ein paar wenige Stunden, weil mein Bus nach Byron Bay und somit mein Surfkurs auf mich wartete.  

 

 

Das schrecklichteste Wochenende in meinem Leben!!

Mittwoch, 19.01.2011

Zurueck im preiswerten Hostel angekommen, machte ich mich auf der Suche nach einem neuen Job. Haette ich vorher gewusst, wo mich diese Jobsuche hinbringt, waere ich lieber direkt arbeitssuchend geblieben.

Nach wenigen Tagen ergatterte ich stolz einen Job in einem Hotel als Barkeeperin in Toowoomba. Ich telefonierte mit der Managerin und es hoerte sich alles traumhaft: bezahlte Unterkunft und Essen + 300AUD/Woche. Ganz freudig und aufgeregt buchte ich meinen Greyhoundbus und konnte es kaum abwarten, dass es endlich los geht.

Am naechsten Abend kam ich dann auch schon in Toowoomba an und wurde super freundlich von der Managerin Jane an der Bushaltestelle begruesst. Meine Stimmung war direkt auf dem Hochpunkt, weil Jane mir so sympathisch war. Ich konnte ja nicht ahnen, dass so liebe Menschen gerne in einem Drecksloch wohnen. Nach fuenf Minuten Fussmarsch kamen wir zum Hintereingang vom so genannten Hotel. Ich konnte leider nicht viel erkennen, weil es stockdunkel war. Hinter der quietschenden Tuer kam eine steile Treppe zum Vorschein. Ich schleppte meinen Koffer die Treppe hoch und war eigentlich immer noch recht gut gelaunt. Doch dann ging es durch einen abgeranzten Flur mit einem dreckigen Teppich. Ich redete mir ein, dass das nur der Personalbereich ist und deswegen nicht so geplegt wird. Ausserdem sagte ich mir immer wieder, dass die Zimmer bestimmt besser aussehen werden. Jane fuehrte mich zu Zimmertuernr 5. Sie schloss die Tuer auf und ich war geschockt! Ich hatte nicht mehr viel von meinem ZImmer erwartet, nachdem wir den Flur passierten hatten, aber das war schlimmer als jede Gefaengniszelle. Der Schock sass mir so tief in die Knochen, dass ich erstmal gar nichts sagen konnte. Jane blabberte noch etwas davon, dass ich ja sicherlich muede sei und wir uns dann am morgen an der Bar treffen. Dann verschwand sie. Ich konnte mich fuer mehrere Minuten gar nicht bewegen, weil ich mich so ekelte. Mein Bett war furchtbar fleckig und dreckig. Von den Waenden pellte sich die Farbe und der Schimmel kam zum Vorschein. Ein paar Kakerlaken leisteten mir Gesellschaft. Das kleine Waschbecken in der Ecke war verrostet und ebenfalls eingestaubt. Ansonsten gab es noch zwei grosse kaputte Schraenke in meiner Zelle und einen halbwegs funktionierenden Fernsehen. Ich setzte mich vorsichtig auf die Bettkante und versuchte zu begreifen, wo ich eigentlich gelandet war und warum ich in aller Welt diesen Job angenommen habe. Als der erste Schock vorbei war, fing ich an zu weinen. Ich war zu diesem Zeitpunkt einfach nur enttaeuscht. Ich trocknete meine Traenen und beschloss, dass ich direkt am naechsten Tag Jane sagen werde, dass ich wieder gehen muss. Ich schob mein Bett in die Mitte es Raums, damit ich weit genug von den Kaefern weg war und legte mich mit Jeans und T-Shirt ins Bett. Ich achtete darauf, dass meine Haut nicht wirklich von den Bettlaken beruehrte. Ich kann jetzt sagen, dass es einer der schlimmsten Naechte meines Lebens war.

Am naechsten Tag traf ich mich wie verabredet mit Jane an der Bar. Sie erklaerte mir alles. Eigentlich musste ich nur ein paar englische Begriffe lernen, weil mir Arbeit hinter der Theke ja schon laenger bekannt ist. Dieses Geheimnis behielt ich aber fuer mich, weil dann konnte sie ja auch keine Erwartungen an mich haben. Ich hatte letzte Nacht beschlossen, dass ich zumindest einen Tag durch halten werde, damit man mir hinterher nicht vorhalten kann, dass ich es ja nicht einmal versucht haette. Also stand ich hinter der Theke und wartete auf die ersten Gaeste. Dieser Bereich des "Hotels" sah zumindest recht in Ordnung aus. Nach den ersten 10 Minuten kamen schon die ersten Gaeste, oder eher gesagt Stammkunden.Jane kennt jeden mit Vornamen. Natuerlich viel den Stammkunden direkt das neue Gesicht auf. Ich durfte an diesem Tag um die zwanzig mal aelteren Herren und Damen, die ich eigentlich alle als arbeitslos und Alkoholiker einschaetze, erklaeren, wo ich her komme und was in Toowoomba mache. Nachdem ich die Getraenke servierte hatte, kam immer ein freundliches "Thanks Darling"oder "Thanks Honey" zurueck. Das ist hier ein Australien einfach so ueblich. Die Arbeit ging mir sehr einfach von der Hand. Ich ueberlebte den Arbeitstag und sogar auch den naechsten. Jedoch kuendigte ich auch am naechsten Tag, weil ich mich weiterhin so ekelte, dass ich kaum was essen konnte und die Naechte einfach der Horror waren. Jane reagierte recht freundlich und sagte, dass Backpacker immer weiter ziehen sollten, wenn es ihnen nicht gefaellt. Dass tat ich dann auch. An meinem dritten Tag in diesem schrecklichen Hotel, ergriff ich die Flucht so schnell wie moeglich. Ich war noch nie so gluecklich, einen Ort wieder zu verlassen.

Im nachhinein war es mein groesstes Glueck, dass es mir in Toowoomba nicht gefallen hat. Zwei Tage spaeter wurde diese Stadt von den Ueberschwemmungen eingenommen. Teilweise schoss das Wasser durch die Strassen und erreichte eine Hoehe von 22 Metern. Tragischerweise starben 23 Menschen in Toowoomba. Ich habe Jane eine SMS geschrieben, jedoch kam leider nie etwas zurueck. Ich hoffe, dass es ihr gut geht!  

Weihnachten und Silvester

Mittwoch, 19.01.2011

"Hallo Kira, wir werden morgen um 17Uhr im Blue Tongue sein. Freuen uns schon, dich wieder zu sehen. Deine drei Maedels", diese SMS bekam ich von Pia, als ich gerade wieder mit Sack und Pack (Koffer, Handtasche und Coolbag) auf dem Weg ins BlueTongue war. Das BlueTongue ist wie unser zweites Zuhause. Wir Maedels sind in unsere Aupairzeit recht oft in diesem Hostel gewesen. Die Manager Jodie und Chris haben sich immer wie Eltern um uns gekuemmert. Das Hostel ist recht klein. Es koennen nur ca. 25 Backpacker da schlafen. Aber genau so einen familiaeren Platz haben wir fuer Weihnachten und Silvester gesuchte. Ich stapfte also mit grosser Vorfreue den Berg zu unserer "WG" hoch. Als ich mit letzter Kraft das Hintertoerchen zum Garten aufstiess, sprangen Jodie und Chris mir schon in die Arme und ueberhaeuften mich mit Kuessen. Wenigen Stunden spaeter trudelten dann auch die anderen Maedels ein. Der lauwarme Abend wurde fuer ein gemeinsames Essen und vielen Geschichten vom Reisen genutzt. Es war einfach schoen wieder durch das Altbaugebaeude barfuss zu rennen und jedes Gesicht dort zu kennen.

Weihnachten war von allen Nationen im Hostel gepraegt. Am 24.12. gab es eine deutsche Hauptspeise (Kartoffeln und Gulasch) und einen franzoesichen Nachttisch. Am Nachmittag wurden schon von uns deutschen Maedchen saemtliche Weihnachtsplaetzchen in Sommerkleidern gebacken. Es war eigentlich viel zu warm, um zu backen. Aber zur Weihnachtszeit hatten doch alle ein bisschen Heimweh, sodass wir uns nichts vom backen abhalten konnte. Am 25.12. gab es englisches Dinner (war ueberraschend lecker!) und am Boxingday(26.12.) gab es dann endlich das traditionelle ChristmasBBQ. Weihnachten in Australien ist auf Grund der Waerme einfach nur komisch. Fuer mich passen Palmen, Sonnenschein und schwimmen in der Lagune mit Weihnachten immer noch nicht zusammen. Aber ich werde dieses Weihnachten garantiert nie vergessen.

Silvester war auch eine neue Erfahrung fuer mich. Im Hostel wurde eine DresUpParty veranstalte. Da ich schon immer ein Karnevalskind war, freute ich mich sehr darueber. Jeder WGbewohner musste einen Buchstaben ziehen und sich dazu eine Verkleidung ausdenken. Ich zog ein B und verkleidete mich als Baby. Ausserdem gab es noch eine Hexe, ein Zombie, eine Oma und viele andere witzige Sachen. Wir feierten den ganzen Abend im Garten, weil es einfach super warm war. Jodie hatte fuer alle Snacks vorbereitet. Gegen Mitternacht liefen wir zusammen zur Storybridge und beobachteten das Feuerwerk vor der Skyline von Brisbane - wunderschoen! Im Hostelgarten wieder angekommen, wurde noch bis zum Sonnenaufgang getanzt.

Wenige Tage spaeter hiess es dann wieder Abschied nehmen von unserer kleinen Hostelfamily und auch von den anderen Maedels.  Pia, Birte und Re blieben zwar noch ein paar wenige Tage laenger in Brisbane, aber ich entschloss wieder ins preiswertere Hostel zu ziehen. Die anderen Maedels blieben nur laenger in Brisbane, weil sie dort zum Gericht mussten. Pia und Re haben in Australien in einem kleinem Ort fuer ein Cafe gearbeitet. Leider wurden sie aber nicht fuer ihre letzten zwei Wochen bezahlt. Nach vielen aussichtslosen Telefonaten mit der Chefin vom Cafe, sind die beiden dann zur Polizei gegangen. Diese schickte sie dann zum Gericht, damit sie ihr Geld einklagen koennen. Es ist alles sehr aufwendig, aber Pia und Re fehlen insgesamt 3000AUD. Bisher hatten sie leider immer noch keinen Erfolg. Das die Backpacker hier nicht bezahlt werden, passiert fast alltaeglich. Die meisten Backpacker sind aber zu faul diesen komplizierten Weg zu gehen. Dass ist der Grund, warum viele Arbeitgeber erstmal versuchen, weniger Lohn als abgesprochen, zu bezahlen.

Das erste Mal wirklich alleine..

Dienstag, 04.01.2011

Am Flughafen von Cairns bekam ich dann die ersten Zweifel, ob ich wirklich alleine reisen moechte. Jedoch ueberkam mich dieses Gefuehl glaube ich nur, weil ich recht uebermuedet und hungrig war. Ich checkte also mein recht leeres Backpackerportmonaie und musste mal wieder feststellen, dass ich schon an Cash wieder aufgebrauchte hatte. Mit der kleinen Hoffnung, dass ich doch noch etwas fuer ca. 3AUD finden wuerde, lief ich im Flughafengebaeude herum. Aber Cairns ist, wie ziemlich jeder Flughafen, total ueberteuert. Ich war also zu geizig mir fuer 7AUD ein Sandwich zu kaufen. Als Backpacker hat man aber immer sein Essen in seinem Coolbag dabei. Deswegen fing ich an trockene Cornflakes zu naschen und versuchte nicht an das leckere Sandwich zu denken. Wir Backpackern muessen eben sparsam leben.

Gute zwei Stunden spaeter landete ich in Brisbane. Irgendwie war es wie wieder zu Hause zu sein. Brisbane ist mir mittlerweile eine sehr bekannte Stadt. Gegen 10Uhr erreichte ich dann mein neues und billiges Hostel. Jedoch durfte ich erst um 14Uhr einchecken. Mir blieb nichts anderes uebrig als vier Stunden durch die Geschaefte zu laufen. Das waren die laengsten vier Stunden meines Lebens.

Mit Vorfreude betrat ich dann mein neues Zimmer mit der Hoffnung neue Leute kennen zu lernen. Diese verflog dann ganz schnell, weil meine neuen Mitbewohnerinnen mir den Ruecken zu drehten und ueberprueften, ob ihr Kopfhoerer auch wirklich auf den Ohren sitzen. Hinterher stellte sich heraus, dass die beiden Franzoesinnen nur darauf warteten endlich zum Flughafen fahren zu koennen, damit sie Weihnachten zu Hause sein koennen. Auf jeden Fall machte ich mir aus diesem ueberfreundlichen Empfang nichts und lief in die Kueche, damit ich mir endlich -Ueberraschung- zum 10.000 Mal Nudeln mit Tomatensosse kochen konnte. Waerend ich kochte, lernte ich dann auch direkt zwei Finninnen kennen, die wohl auch nur unfreundlich Franzoesinnen auf ihrem Zimmer haben. Frankreich ist nicht die beliebteste Nation hier in Australien. Wir verabredeten uns fuer den naechsten Tag zum shoppen und sonnenbaden.

Ich verbrachte wunderschoene sonnige Tage in Brisbane mit den beiden und noch zwei weiteren deutschen ExAupairs, die ich irgendwann beim Nudeln mit Tomatensosse essen, aufgegabelt habe. Ausserdem bekam ich meinen ersten kleinen Job in Brisbane. Ich durfte fuer eine Reiseagentur jeden Tag fuenf Stunden Flyer verteilen. Es war auf jeden Fall einfach verdientes Geld, aber auf die Dauer war es auch ein sehr, sehr, sehr, sehr langweiliger Job. Ich habe noch nie so viele genervte Blicke zu geworfen bekommen, wie in dieser Zeit. Es haben aber auch recht viele Leute freundlich auf mein Angequatsche reagiert. Als ich dann den Lohn auf meinem Konto ueberwiesen bekommen habe, war ich doch ziemlich stolz auf mich. Gott sei Dank hatte ich eine sehr liebe Arbeitskollegin. Wir dachten uns jeden Tag neue Strategien aus, wie wir unsere bunten Zettel am besten los werden konnte. Im nachhinein war es eigentlich eine richtig witzige Zeit. Freiwillig wuerde ich den Job aber nicht noch einmal machen.

Was fuer eine Hitze .. !

Dienstag, 04.01.2011

In Airlie Beach hiess es dann Abschied nehmen. Melanie musste wieder zurueck zu ihrer Gastfamilie in Hope Island. Ausserdem haben wir auch noch Pia, Birte und Rebecca wieder getroffen, von denen wir uns auch nach einem gemeinsamen Grillabend wieder verabschieden mussten. Karl packte gerade wieder all unserem Kram ins Auto, als ein Platzregen began. Lustigerweise regnete es immer nur an den Tagen, an denen wir sowieso nur im Auto sassen. Nach ein paar Umarmungen fluechteten wir dann ins Auto und machten uns auf den Weg nach Townsville. Der Regen wurde zwischendurch so stark, dass wir anhalten mussten, weil man einfach gar nichts mehr sehen konnte. Nach einer guten Stunde konnte man aber wieder strahlenden blauen Himmel beobachten. Dass ist das typische australische Wetter. Nach ca. drei Stunden kamen wir an unserem Ziel an und somit auch an dem schoensten Hostel ueberhaupt. Das Hostel war ein grosser Altbau und nur mit klassischen Moebeln und einer riesigen und vor allem schicken Kueche ausgestattet. Jeder Backpacker ging durch die Raume und fragte sich, ob dies wirklich ein Hostel sein kann. Jedoch war das Hostel eigentlich auch das einzige interessante in Townsville. Deswegen schmiedeten Karl und ich schon unsere Weiterreise am Abend. Danach sassen wir noch mit einigen anderen Backpackern auf der schoenen Terasse und unterhielten uns bis spaet in die Nacht.

Am naechsten verschlafenen und super heissen Morgen ging es in den Billabong Wildlifepark. Dieser war nur 20 Minuten von Townsville entfernt und lag eh auf der Strecke nach Cairns. Der Park war fuer mich ein sehr lohnenswertes Erlebnis. Es gab saemtliche Shows, wie z.B. die Krokodilfuetterung oder die Schlangenshow. Ausserdem durfte ich Eidechsen, Babykrokodile und Schlangen in den Haenden halten. Kaegurus liefen frei herum und blockierten die Parkwege. Zum Schluss konnte ich dann auch endlich mal ein Koalabaeren streicheln - super weiches Fell!!

Zurueck auf den Parkplatz angekommen, kam leider schon die naechste groessere Aufgabe auf uns zu. Wir mussten in unser Auto einsteigen. Als wir uns das erste Mal rein setzten, sprangen wir beide sofort wieder raus. Es war so aufgeheitzt, dass man nicht mehr atmen konnte. Beim zweiten Versuch kurbelten wir die Fenster ganz schnell runter und hielten unsere Koepfe raus. Karl fuhr super schnell los, damit der Fahrtwind uns abkuehlen konnte. Der Weg nach Cairns war an sich nicht sehr spannend, weil wir nur den Bruce Highway entlang fahren mussten. Mehr als Baeume, Baeume und Bananenplantagen konnte man da leider nicht beobachten. Im nachhinein bin ich froh, dass wir Mitte Dezember nach Cairns hoch gefahren. Die Narichten sind jetzt voll davon, dass der Bruce Highway ueberschwemmt ist. Man hoert von saemtlichen Backpackern, dass viele Freunde irgendwo in kleinen Orten seid zwei Wochen feststecken, weil sie nicht einmal zum Flughafen fahren koennen.

In Cairns kamen wir dann recht spaet am Abend an. Aber jedoch noch rechtzeitig fuer das Dinner for free vom Hostel aus. Jeden Abend fuhr ein Bus zu einem Pub, in dem alle Hostelgaeste umsonst Abendessen bekamen. Im Bus lernten wir direkt wieder neue Leute kennen. Unter anderem Marina und Flo. Leider beides wieder Deutsche, aber durch Karl blieb das Gespraech wieder Englisch. Flo war in Deutschland ein Sternekoch fuer zwei Jahre und hatte auch sein eigenes Restaurant. Jedoch wurde der Stress und der Druck ihm nach dieser Zeit zu viel, sodass er alles verkaufte und jetzt eine Weltreise macht. Danach moechte er ein gemuetliches Restaurant ohne Stern aufmachen und sein Leben in Ruhe geniessen. Marina ist in Prinzip genauso wie ich. Sie wollte schon immer nach Australien nach dem Abitur und liebt es einfach herum zureisen.

Im Pub angekommen, hatte man dann die Auswahl zwischen Chilli Concane, Spaghetti Bolognese und Pasta mit Sahnesosse. Das Essen war essbar, wenn man viel nach gesalzen hat und ausserdem war es ja for free. In dem Pub blieben wir einige Abende auch laenger und feierten ein bisschen.

Cairns war an sich eine sehr schoene, aber auch furchtbar heisse Zeit. Wir lebten in einem kleineren Hostel, in dem wir viele Leute kennen lernten. Unseren letzten Abend verbrachten wir an der Lagune von Cairns mit ca. 15 Leuten. Bis 22 Uhr durfte man noch schwimmen gehen. Danach spielten zwei Franzosen auf ihren Gitarren und wir unterhielten uns mal wieder bis spaet in die Nacht. Um 4 uhr in der frueh musste mich Karl dann auch zum Flughafen bringen, weil ich nach Brisbane zurueck wollte, damit ich Weihnachten und Silvester mit meinen Aupairmaedels verbringen konnte. Somit hiess es dann auch schon Abschied nehmen von Karl. Um ehrlich zu sein, war ich sehr froh darueber. Karl ist zwar ein recht lustiger Typ, aber wird auf die Dauer auch anstrengend. Er ist dann ein paar Tage spaeter zurueck nach England geflogen.

Fuer zwei Tage im Paradies

Sonntag, 19.12.2010

Whitsundays waren einfach nur traumhaft. Ich denke mal, dass so auch die Karibik aussieht. Siska war unser Segelboot, auf dem wir mit insgesamt 25 Leuten fuer zwei Tage lebten. Als ich die Betten sah, bekam ich erstmal einen Schock. Das waren eher Loecher in der Wand als Betten. Aber auch dies gehoerte wohl zu dem Abenteuer dazu. Genauso wie 2 quadratmetergrossen Toiletten, die auch wieder eine neue Herausforderung fuer mich waren. Auf dem Deck mussten/durften wir dann helfen das Segel zu spannen. Ich muss leider zu geben, dass Segeln doch ganz schoen anstrengend sein kann. Unsere erste Anlegestelle war direkt am White Heaven Beach. DIeser Strand ist so weiss, dass er einen blendet. Leider konnten wir nur mit Wetsuits schwimmen gehen, damit wir vor den gefaehrlichen Quallen und Rochen geschuetzt sind. Aber wenn jeder so bescheuert aussieht, ist das auch kein Problem.

Am Nachmittag kam es dann zu meinem persoenlichen Hightlight. Wir waren am Great Barrier Reef schnorcheln. Ich kann meine Gluecksgefuehle gar nicht beschreiben, die in mir aufkamen, als um die 500 bunten Fische (Dori, Nemo und all ihre Freunde) um mich herum schwammen. Auch Riesenschildkroeten und kleine Haie durften wir beobachten. Am Abend lagen wir alle auf dem Deck und haben den Sternenhimmel beobachten. Insgesamt haben wir 18 Sternschnuppen gezaehlt. Ein Chinese, der mit uns geschnorchelt ist, hatte sich leider den Arm ausgekugelt. Deswegen fuhren wir dann am spaeten Abend nochmal zurueck nach Airlie Beach, um ihn ab zuladen. Das Gute fuer uns war, dass man den Hafen und die Stadt nochmal bei Nacht beobachten konnte.

Um 6 Uhr morgens lief die Crew durch den Gang und rief: "Breakfast time!" Die Nacht in unseren Loechern war ueberraschend gut, deswegen viel es mir auch nicht ganz so einfach mich um diese unmoegliche Uhrzeit aufzuraffen.Nachdem wir dann wieder gestaerkt waren, gab es noch zwei weiter Schnoerchelgaenge. Am spaeten Nachmittag waren wir dann zurueck in unserem Hostel. Die zwei Tagen hatten sich auf jeden Fall gelohnt! :)

Auf nach Airlie!

Sonntag, 19.12.2010

An unserem ersten und auch fast letzten Regentag beginnt die Fahrt nach Airlie Beach. Jedoch war der Plan, dass wir noch in Agnes Water und Rockhampton stoppen und dann die Nacht nach Airlie Beach durch fahren, damit wir eine Nacht im Hostel sparen. Zuvor entdeckten Melanie und ich ein viel groesseres Highlight: ALDI! Wie kleine Kinder sprangen wir im Auto rum und draengten Karl aufgeregt dort zu halten. Dieser verstand die Welt nicht mehr. Aldi ist in Australien der einzige Ort an dem es vernuenftige Schokolade, richtige Haribo und einigermassen ordentliches Brot zukaufen gibt.

Nachdem wir uns dann mit saemtlichen Luxusguetern fuer einen Backpacker eingedeckt hatten, konnte die Fahrt weiter gehen. Agnes Water war dann im Regen eher nur ein enttaeuschendes Kaff. Trotzdem hielten wir an einem Park an und rannten einmal durch den Regen, damit wir unsere Beine mal wieder bewegen konnte. Danach wurde dann ein spontanes Picknick im Auto mit den guten Aldibrot und Kaese veranstaltet. Karl bevorzugte Ravioli aus der Dose - typischer Englaender eben! Drei Stunden spaeter erreichten wir dann auch schon Rockhampten. Gott sei Dank begruesste uns die strahlende Sonne auch wieder. Als wir aus dem Auto ausstiegen waren wir jedoch alle ueberrascht, wie tropisch warm es auf einmal geworden ist. Nach einem laengeren Spaziergang durch Rockhampten, bei dem wir uns die schoenen historischen Gebaeude angeguckt haben, lud Karl uns zu Pizza Hut ein. Diese nahmen wir mit in einen wunderschoenen grossen Park und quatschten dort auch noch bis spaet in die Nacht. Wir mussten die Nacht ja eh herum bekommen und nach Airlie Beach waren es nur noch gute 5 Stunden Autofahrt.

Doch auch diese 5 Stunden mussten mit Entertainmentprogramm gefuellt werden. Man muss dazu sagen, dass unser Radio im Auto leider nicht funktioniert. Ich weiss, dass das ziemlich bloed bei einem Roadtrip ist. Melanie und ich hatten aber dafuer auch schon eine gute Idee. Karl durfte sich dann fuer die restliche Autofahrt deutsche Kinderlieder anhoeren, die wir nach ein paar Weinchen froehlich sangen. Um Punkt 6 Uhr erreichten wir dann endlich unser Ziel. Vor 11 Uhr durften wir allerdings nicht einchecken. Also schliefen wir noch fuer ein paar Stuendchen am Strand.

Airlie Beach ist ein sehr kleines, aber auch sehr schoenes Urlaubsoertchen. Der Hafen von Airlie ist jedoch sehr gross, weil von dort aus die ganzen Touren zu den Whitsundays los gehen. Das Nachtleben ist mit dem von Cala Ratjada zu vergleichen! Jeden Abend ist auf der ganzen Stasse Party bis spaet in die Nacht hinein. Melanie und ich bevorzugten es aber frueh schlafen zu gehen, weil es am naechsten morgen schon das Segelboot Siska auf uns wartete.

So habe ich mir mein Jahr in Australien vorgestellt!

Freitag, 10.12.2010

Sitze jetzt gerade im Internetcafe in Airlie Beach. Mittlerweile reise ich seid zwei Wochen und es gibt jetzt schon so viel zu erzaehlen, dass ich gar nicht weiss, wo ich anfangen soll...

Hmm.. also mein letzter Tag in Hope Island war ueberraschend gut. Alex und Femke haben mich zum Sushiessen eingeladen. Alex hat mehrere Male betont, dass er nicht glauben kann, dass ich sie schon wieder verlassen werde. Livi und Lucas haben mich staendig umarmt und gekuesst und gemeint, dass ich sie nicht verlassen darf. Die beiden vermisse ich doch jetzt schon. Selbst Femke war sehr gut gelaunt und hat sich viel mit mir unterhalten. Am naechsten Tag ging es dann nach einer recht herzlichen Verabschiedung und einer suessen Karte von Livi nach KirraBeach mit Jodie und Family. Das Wochenende war sehr familiaer und deswegen echt schoen. Sie haben ein Beachhaus direkt am weissen Strand. Am Abend hat Jodie fuer alle gekocht. Wir verbrachten den Abend dann auf der Terasse mit Meerblick. Insgesamt war es ein sehr erholsames Wochenende. Trotz allem konnte ich nicht realisieren, dass mein Trip am naechsten Tag dann schon los geht.

Sonntagnachmittag fuhren wir dann zurueck nach Hope Island. Melanie und ich kochten uns noch einmal Kartoffeln mit Zaziki und Salat ( ist als Backpacker eigentlich zu teuer). Nach dem essen stellten wir schnell alle Sachen in die Spuelmaschine und wollten uns schnell fertig machen. Jedoch lief auf einmal ganz viel Schaum aus der Spuelmaschine und sie ging einfach von alleine aus. Im gleichen Moment war Karl dann auch schon an der Tuer, um uns abzuholen. Nachdem wir dann den ganzen Kuechenboden gewischt haben und Melanie's Gastfamilie ne SMS geschrieben haben, konnten wir dann doch endlich los nach Noosa. Noosa ist ein total schoener luxurioeser Ferienort. Ich liebe Noosa! Um unseren ersten Abend in Freiheit zu feiern, kauften wir uns bei dem ersten Bottleshop ein paar Sektflaschen und Goon (Wein aus dem Tetrapack). Die Sektflaschen habe ich im Hostel auf mein Bett gelegt. Dies stellt sich als keine gute Idee heraus. Waerend wir uns unseren Mitbewohner vorstellten, explodierte eine dieser Flasche und der Korken flog durchs ganze Zimmer. Wir bekamen alle eine Sektdusche ab und mein Bett war voellig durchnaesst. Also hiess es wieder Boden wischen. An dem Abend schlief ich bei Melanie mit im Bett. Im nachhinein muessen wir immer wieder ueber diese Story lachen. In Noosa besichtigten wir dann noch die schoenen Straende und den Nationalpark, der auch sehr sehenswert war. An den Abenden durften wir uns immer wieder anhoeren, wie schoen Whitsundays und Fraser Island sind. Also fuhren wir am naechsten Tag ins nacheste Peter Pan (Reisebuero fuer Backpacker) und buchten beides fuer die kommende Woche. Wenn ich eins in Australien gelernt habe, dann ist es, dass man immer spontan bleiben soll und nie irgendetwas lange voraus buchen soll.

Am gleichen Tag ging es noch auf nach Rainbow Beach. Rainbow Beach ist wie ein Wartelager. Jeder Backpacker wartet eigentlich nur darauf,fuer seine FraserTrip abgeholt zu werden. Melanie und ich mussten ein bisschen ueber Karl lachen, weil er den Trip nicht mitgebucht hat und in Rainbow auf uns warten durfte. Rainbow besteht aus einem Strand, einem Supermarkt und zwei Imbissbuden und drei Hostels - das wars! Karl ist in der Hinischt ein typischer Englaender. Die meisten Englaender sind leider nur zum feiern in Australien und buchen nur wenige Trips oder erkunden Staedte.

Fraser Island war ein pures Abenteuer. Wir hatten eine Gruppe von neun Leuten und fuhren mit einem Jeep durch die sandigen Buckelwege in Fraser. Am ersten Tag hat es leider nur geregnet, aber es war immer noch sehr warm. Auch der Regen war an sich nicht schlimm, weil unsere Gruppe so super war, dass sich jeder nur einen Spass daraus gemacht hat. Als wir im Lake McKenzie schwimmen waren, meinte ich ueber das Wetter sagen zu muessen: " It could be worse!" In diesem Moment fing ein Platzregen an, den ich zuvor noch nicht erlebt habe. Meine Gruppe guckte mich im ersten Moment recht boese an, jedoch fingen wir im naechsten Moment an zu lachen. Ich bekam aber Sprechverbot fuer den Rest des Tages ;) Am zweiten Tag wurden wir mit strahlendem Sonnenschein belohnt und erkundeten den Regenwald auf Fraser Island. Um 14Uhr mussten wir dann schnell zurueck zum Schiff, weil nach 14Uhr die Flut eintritt und somit es keine Moeglichkeit mehr gibt am Strand lang zu fahren. Auf Fraser Island gibt es nicht eine Strasse. Auf unserem Weg zurueck trafen wir dann noch zwei Deutsche, die Fraser alleine mit ihrem Auto erkunden wollten. Jedoch sind diese mit ihrem Wagen im Wasser stecken geblieben. Unser Tourguide rief die Inselpolizei zu Hilfe und Melanie und ich durften uns zum Dank die ganze Zeit anhoeren, wie intelligent deustche Touristen doch sind.

Zurueck in Rainbow und somit auch zurueck bei Karl, wurde das Auto fuer den weiteren Roadtrip wieder gepackt. Naechste Station: Airlie Beach!

..... Ich bin mittlerweile schon in Cairns und habe schon super viel erlebt. Die naechsten Blogeintraege ueber Airlie, Whitsundays, Townsville und Cairns versuche ich in den naechsten Tagen zu schreiben... Liebe Gruesse auf diesen Weg an alle :)

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